Radeln in Ayutthaya

 

Unsere erste Radtour in diesem Jahr führte uns nach Ayutthaya.

Na, ganz so stimmt es nicht, denn die Räder hatte Khun Mit und sein Team schon für uns aufgebaut und sie standen am Ayutthaya Tourist Center bereit, als die 25 Damen dem Bus aus Bangkok entstiegen. Das Wetter war ideal, sonnig mit leichter Brise.

Los ging’s durch kleine Nebenstrassen. Links und rechts säumten Holzhäuser den Weg mit herrlichen Blütenhecken in kräftigem Magenta und Orange, in den Höfen standen Palmen mit Jackfruit, Mangos und Kokosnüssen. 25 Farang-Damen auf dem Fahrrad, das ist natürlich sehenswert und wir wurden mit vielen ‚Hellos’, 'Sawadee Khaas’ und ‚Khaps’ begrüsst. Ein älterer Herr, ebenfalls per Radl unterwegs, beobachtete interessiert die Szene, als die Autos an der Kreuzung stoppten und wir die Strasse überquerten. Das sah der gerade gekaufte Aal als seine Chance, als er dem Papier aus dem Fahrradkörbchen entsprang und auf dem Asphalt zappelte...

Unser 1. Stop war Wat Lokayasutharam mit dem grössten ‚Reclyning Buddha’ Ayutthayas. Nach kurzem Aufenthalt radelten wir weiter zu einer urigen Töpferei, in der Tonkrüge auf die gleiche Art wie wahrscheinlich schon seit 100 Jahren so gefertigt werden. Dort war es eigentlich interessant genug, so dass uns Carmen vorher ihre rasante „Kopf-über-Fahrrad-in-Schlamm-Einlage“ gar nicht hätte bieten müssen. Glücklicherweise war ausser ein paar Abschürfungen nichts passiert. Tapfer stieg sie aber gleich wieder auf und war munter dabei.

Nach der Töpferei radelten wir weiter zum Hua Ro Market und den umliegenden Wats. Dann war’s auch schon Mittag, wir wurden hungrig und mit einem schönen Thai-Lunch auf einer restaurierten Reisbarke belohnt, die uns auch auf dem Chao Phraya ein Stück hin und her schipperte. Die abenteuerliche Einlage (ausser Carmens) war dieses Mal das Übersetzen per „Fähre“ zur gegenüberliegenden Seite. Ein Schild mit einer maximalen Passagierzahl fanden wir nicht, aber bei so vielen Tempeln kann ja (eigentlich) nix schief gehen und wir kamen gut rüber. Weiter fuhren wir eine Landstrasse entlang bis zur französischen St. Joseph Church, die während der Hochblüte Ayutthayas 1666 unter König Narai im europäischem Stil erbaut wurde. Nach einem kleinem Stop am Denkmal König Uthongs mit seinen Generälen nebst buntem Geflügel zum bevorstehenden ‚Jahr des Hahns’ und kurzem Besuch eines schönen alten Wats, wartete schon der Bus, der uns wieder gut nach Bangkok zurückbrachte.

Wer zufällig gelesen hat, dass am 25.01. in Ayutthaya mehrmals der Verkehr gestoppt wurde: Das war wegen uns! Aber die Motoristen waren geduldig. Und überhaupt: Wer kann schon 25 lächelnden Damen böse sein?

AF

 

top