Exkursion der Drehscheibe nach Sri Satchanalai, Sukhothai und Phitsanulok

am 25. und 26. April 2005

 

Es war heiss, sehr heiss an den beiden Tagen im April, die wir uns für unseren Ausflug ausgesucht hatten, aber was soll’s, Kultur ist temperaturunabhängig und so genossen wir die beiden interessanten wie lehrreichen Tage – und Spass dabei hatten wir sowieso.

 

Am Montag um 06.10 h morgens fröhliches Treffen am Flughafen, pünktlich um 07.10 h hob das Flugzeug in Richtung Sukhothai ab. An Bord: Zwölf Damen der Drehscheibe und Horst Franzen, der sich diesen Kulturausflug nicht entgehen lassen wollte, denn: Einen guten Ruf haben die Ausflüge der Drehscheibe.

 

Sanfte Landung eine Stunde später. Der hübsche Flughafen in Thai-Architektur mit seinen vielen Blumen und stilvollen Keramiken stimmte uns gleich ein und machte uns neugierig auf das schöne Sukhothai und seine Kultur.

 

 

Die Busse warteten schon und los ging’s zunächst nach Sri Satachanalai, der Zwillingsstadt von Sukhothai. Die ehemalige Residenzstadt des Vizekönigs verdankte ihren Aufstieg und Wohlstand im 16. Jhd. grösstenteils der Keramikproduktion.

 

Wir wanderten im ‚Historial Park’, besuchten Wat Khai Suwan Khiri, den Tempel des Goldenen Berges, Wat Chang Lom mit seinem schönen Chedi im ceylonesischen Stil, umgeben vom 39 lebensgrossen Elefanten.

 

   

Dem gegenüber erstreckt sich die beeindruckende Anlage des Wat Chedi Chet Thaew aus dem 14 Jhd. mit Chedis in sieben Reihen (Chet = 7). Vorherrschendes Baumaterial ist Laterit oder Backstein.

 

    

Wenn schon Kultur hungrig macht, so macht Kultur bei um die 38 Grad mindestens ebenso hungrig und vor allem durstig. Gestärkt haben wir uns bei einem schönem Lunch am schattigen Flussufer.

 

 

Kurze Fahrt nach Sukhothai ins empfehlenswerte Hotel Lotus Village (www.lotus-village.com). Anschliessend Capuccino mit Astrids klasse Hefezopf. Es wurde geklönt, telefoniert, sich fürs Dinner schick gemacht, für das Anorthe wieder ein schönes Restaurant, das ‚Dream Cafe’, ausgesucht hatte. Wir machten uns in der ‚Abendkühle’ zu Fuss auf den Weg, als Birgitta den ersehnten Brillenladen entdeckte (sie hatte nämlich ihre Sonnenbrille zu Hause vergessen). Und natürlich liessen wir es uns nicht nehmen, unsere Freundin eingehend beim Kauf zu beraten und den – leicht verunsichert lächelnden - Verkäufern im vereinsamten und schön gekühlten Brillenladen Feierabendgesprächsstoff zu liefern. Dreizehn Farangs auf einmal... Nach dem Abendessen schlenderten wir zurück, staunten über die Vielfalt und Mengen auf dem Gemüse-Night Market. Ruhiges Städtchen, so mit Absacker war nicht viel, waren eh’ müde und anstatt Gin Tonic tat’s dann auch die Dose Heineken aus der Minibar.

 

 

Wenn es gestern Morgen lt. Tafel im Hotel 27 Grad waren, heute waren es gegen 08.00 h schon 30 und die Qualität der Styling Gels und Eye Liner wurde bereits während des Frühstücks auf die Probe gestellt. Stiftung Warentest aufgemerkt! Guter Kaffee, herrlich frischer Obstsalat mit Joghurt, Toast und Eier wer mochte. Gut gelaunt verabschiedeten wir uns von unserer netten Gastgeberin und starteten in den zweiten Tag unserer Exkursion.

 

 

Wir begannen mit dem Besuch des ansprechend eingerichteten und gut bestückten Ramkhamheng National Museums, das seit 1964 besteht und wertvolle archäologische Funde beherbergt. Unser junger Guide freute sich über die kundige ‚Guide Group’ und erklärte so interessant, dass wir fast in Zeitnot kamen, denn geshoppt werden sollte ja auch noch. Die kunstvollsten Keramiken werden angeboten, aber auch kleine Gebrauchskeramik im typischen Stil der Gegend.

 

 

Anschliessend Besichtigung des ‚Sukhothai Historical Park’ mit seinem Wat Mahatat, dem bedeutendsten Heiligtum Sukhothais. Der ganze Park ist eine grosszügig angelegte, gepflegte Anlage mit – natürlich – beeindruckenden Buddha-Statuen und Chedis, die auch mit dem Radl erkundet werden können.

 

 

 

 

Sukhothai bedeutet ‚Morgendämmerung des Glücks’ und bezeichnet eine Ära, ein Königreich und die Stadt. Die Sukhothai-Epoche unter König Ramkhamheng (Rama der Kühne) gilt bis heute als Goldenes Zeitalter Thailands, obwohl sie nur knapp zweihundert Jahre (Mitte 13. bis Mitte 15. Jahrhunderts) Bestand hatte. Wie keine andere Epoche beeinflusste Sukhothai Politik, Religion und die Kunst Thailands.

 

Nach einem schnellen Mittagessen – zur Freude der Damen des Nudelstand-Restaurants - fuhren wir weiter nach Phitsanulok, einer lebhaften Provinzstadt am Ufer des Nan-Flusses, und bekannt wegen ihres berühmten Wat Mahatat, der glücklicherweise dem grossen Brand 1955 entging.

 

 

Wat Phra Sri Ratana Mahatat, ist eine Tempelanlage mit einem der schönsten und meistverehrtesten Buddha-Bildnisse des Landes, dem Buddha Jinaraja. Dieses Meisterwerk wurde in der Sukhothai-Epoche 1357 gegossen und erst kürzlich restauriert, so dass sie wieder in herrlichem Gold erstrahlt. Eine Kopie der Statue wurde Ende des 19. Jhd. im Auftrag von König Chulalongkorn angefertigt und befindet sich im Marmortempel in Bangkok.

 

 

 

Die Tempelanlage schliesst um 17.00 h, die Händler packen ein (no bargaining there) und so bummelten wir noch ein wenig an den Essensständen vorbei, probierten mutig das eine oder andere. Astrid gab eine Tüte krosse Schweineschwarte aus.

 

Das wohlverdiente Abschluss-Bierchen zischten wir auf einem Restaurant-Boot am Fluss und nahmen noch ein paar leichte Häppchen zu uns wie z.B. Porksalad mit Lemongrass, reminiszierten über Erlebtes der letzten beiden Tage, beobachteten (und kommentierten natürlich) die Jogger auf der Uferpromenade. Ein wirklich aktives Städtchen dieses Phitsanulok. Dann rief Anorthe zum Aufbruch und voll im Zeitplan trafen wir um 19.10 h am Flughafen ein. Noch schnell in was Trockenes wechseln und ab ging’s um 20.10 h nach Bangkok.

 

 

  

Freudig-erschöpfte Ankunft kurz vor 21.00 h. Alle waren froh bald unter die Dusche zu können, zwölf Drehscheibe-Freundinnen und Horst, der sich in der Runde sehr wohlfühlte und den Damen beim Shopping in nix nachstand.

 

An dieser Stelle nochmals unser herzlicher Dank an Anorthe, die diese Reise für uns sowohl organisiert als auch fachkundig und unterhaltsam geführt hat und uns Sukhothai und Umgebung dabei näher brachte. Schöne Buddhas, gutes Essen, IMMER im Zeitplan – wenn’s nur nicht ganz sooo heiss gewesen wär’ .....

 

Übrigens, Anorthe ist so nett und hinterlässt Angelika ihre Unterlagen; wir wollen die Reise im November/Dezember nochmal anbieten.

 

 

AF

         

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