EFT – Emotional Freedom Technique

 

Eine recht stattliche Runde – 17 Damen – hatte sich fuer diesen etwas mysterioes klingenden  Vortrag angekuendigt. Man traf sich in der Coffee Society bei der BTS Station Sala Deng. Dort empfing uns auch schon gut gelaunt Kurt Peter Gottwald von ‚CAT Coaching and Training’. Kurt ist zertifizierter NLP-Trainer (Neurolinguistisches Programmieren), Coach und Hypnotherapeut, der sich seit vielen Jahren mit EFT beschaeftigt und diese Technik auch sehr erfolgreich bei Klienten anwendet. Nach seiner kurzen Vorstellung erhielten wir alle ein Begleitskript erstellt von Mathias Maul, eine laminierte Beschreibung der Sequenz mit bildlicher Darstellung der Technik, sowie eine CD Rom, um uns in aller Ruhe den Ablauf der Vorgehensweise zu vergegenwaertigen. Im Anschluss daran erklaerte Kurt uns die Grundlagen der EFT und etwas ueber die Geschichte des Verfahrens.

 

Die Emotional Freedom Techniques (EFT) nach Gary Craig sind eine der juengsten Verfahren der energetischen Psychotherapie. Die Wurzeln von EFT reichen bis in die vierziger Jahre zurueck, in denen durch die Arbeit von Kendall & Kendall die Grundlage fuer die moderne Kinesiologie gelegt wurde, die sich wiederum auf das jahrtausendealte Wissen ueber das Meridiansystem des Menschen beruft. Verschiedene Stroemungen der Kinesiologie – Applied Kinesiology nach George Goodheart, Clinical Kinesiology nach Alan Beardall, Three in One Concepts und One Brain nach Gordon Stokes und Alan Whiteside und andere – beeinflussten die Arbeit vieler Therapeuten, darunter auch die des Psychiaters Roger Callahan, der in den achtziger Jahren die Thought Field Therapy (TFT) entwickelte. Eine sehr effektive, jedoch auch komplexe Methode, mit der Callahan eine grosse Zahl von Indikationen erfolgreich behandeln konnte. 

 

In den neunziger Jahren lernte Gary Craig die TFT bei Callahan, entwickelte durch konsequentes Optimieren innerhalb weniger Jahre die Emotional Freedom Techniques und schaffte es so, ein Verfahren zu entwickeln, das eine mit TFT vergleichbare Effektivitaet mit einer deutlich geringeren Komplexitaet verbindet.  

 

Inzwischen wird EFT weltweit von tausenden Anwendern mit grossem Erfolg eingesetzt. Neben EFT gibt es im Bereich der energetischen Psychotherapie eine grosse Anzahl untereinander sehr aehnlicher Methoden. Einige Beispiele sind Fred Gallos EDxTM, Larry Nims’ BSFF, die Psycho-Kinesiologie nach Dietrich Klinghardt, einige (wenige) Teile von Serge Kahili Kings Instant Healing und viele andere. Alle diese Verfahren basieren auf derselben Grundlage: Dem uralten Wissen um das Energiessystem des Menschen und dessen Einfluss auf Koerper und Psyche. 

 

Gary Craig formulierte folgende Grundannahme fuer die Wirkung von EFT: Die Ursache aller negativen Emotionen ist eine Stoerung im Energiesystem des Menschen. Diese Hypothese (auch als discovery statement bekannt) beinhaltet einige wichtige Aspekte: . EFT behandelt die Ursache des Problems, nicht die Symptome.

Eine Stoerung im Energiesystem ist die Ursache aller negativen Emotionen, nicht nur einiger weniger. Somit sprechen prinzipiell alle Arten von psychischen und somit auch physischen Stoerungen auf die Behandlung an.

 

Energetische Stoerung und negative Emotion sind eng verbunden und bedingen sich gegenseitig. EFT balanciert das Energiesystem und kann somit die damit verbundene Emotion vollstaendig und dauerhaft loesen. 

 

Jahrelange Erfahrung mit EFT und aehnlichen Methoden zeigen unmissverstaendlich, dass die Hypothese valide ist: EFT zeigt bei einer grossen Zahl verschiedener Indikationen Wirkung und loest Probleme mit tiefgehender und nachhaltiger Wirkung. 

 

Kurt erklaerte uns das EFT-Standardprotokoll – auch ‚Grundrezept’ (Basic Recipe) genannt. Dies ist ein einfacher und in kurzer Zeit durchfuehrbarer Ablauf, mit dem die meisten Probleme vollstaendig geloest werden koennen. Fortgeschrittene EFT-Anwender arbeiten oft mit spezifischen Variationen dieses Protokolls und erzielen so noch schneller und punktgenauer Loesungen. Fuer den ‚Hausgebrauch’ ist das Grundrezept jedoch voellig ausreichend.  

        Der Ablauf des Standardprotokolls ist folgender: 

-          Problem formulieren

-          Die Staerke der Emotion auf einer Skala von 1 bis 10 einstufen

-          Vorbereitung ‚Setup’, das Problem in einem bestimmten Satz wiedergeben

-          Sequenz, nach einem vorgegebenen Schema bestimmte Punkte anklopfen

-          9 G, Gamut-Punkt klopfen mit Augenbewegungen, Summen und Zaehlen

-          Sequenz, Punkte anklopfen

-          Wiederholt die Staerke der Emotion von 1 bis 10 abfragen 

Je nach dem Ergebnis und Befinden kann dies solange wiederholt werden, bis das Problem nicht mehr existiert. Wichtig dabei ist jedoch immer, das Problem in dem bestimmt formulierten Satz konstant praesent zu haben. Sollte sich das Ergebnis bei einer 4 einpendeln, so koennte einfach das ursaechliche Problem ueberdacht werden und evtl. mit einer neuen Formulierung eine neue Runde ‚tapping’ gestartet werden. 

Nach der Theorie kam dann die Praxis, wo wir alle den Vorgang mehrmals ueben konnten um den Ablauf der Technik nachvollziehen zu koennen. Zum Teil ist es schon witzig, vor allem das Summen eines Liedes zeigte bei einigen von uns totale Verwunderung. Ansonsten ein harmloser Vorgang. Mit dieser Technik kann man nichts falsch machen. Es gibt keine Verschlechterung von Problemen, noch hat der Prozess eine negative Auswirkung auf den Koerper oder Geist.   

Auf Kurts Frage nach Freiwilligen gab es zwei Mitglieder aus unserer Runde, die fuer jeweils koerperliche Beschwerden eine Verbesserung suchten. Wir alle konnten dann den Vorgang ‚life’ beobachten. Es war interessant zu sehen, wie bereits bei beiden nach dem ersten Durchgang eine gesundheitliche Verbesserung festgestellt wurde. Nach dem zweiten Durchgang waren dann beide mehr oder weniger beschwerdefrei. Diese Tatsache vertrieb dann so manche Skepsis. 

Bereitwillig und mit sichtlichem Humor beantwortete Kurt alle moeglichen Fragen zu diesem Thema. Auch kam das Angebot seinerseits, spaeter aufkommende Fragen gerne via e-mail an kapege@web.de zu beantworten. Wer noch etwas tiefer in die Materie einsteigen moechte, oder an Kursen ueber EFT oder NLP interessiert ist, kann sich gerne an Kurt wenden. Die momentan laufenden Kurse sind alle in Englisch, doch ab einer gewissen Gruppengroesse koennte auch durchaus eine Gruppe in Deutsch unterrichtet werden. Natuerlich kann man auch Termine fuer private Sessions buchen. 

Kurt moechte ich hiermit noch einmal ganz herzlichen Dank fuer seine Zeit – inklusive langem Anreiseweg - sowie fuer die bereitgestellten Informationsmaterialien sagen. Auch eine angebotene Beteiligung unsererseits an der Raummiete fuer die heutige Veranstaltung lehnte er ab. Auf diese Weise moechte er seinen Beitrag leisten, damit wir unsere Spendengelder komplett fuer wohltaetige Zwecke verwenden koennen. THANK YOU!!! 

Ich denke von nun an heisst es bei unseren Mitgliedern ‚null Problemo’, denn als ‚Selfhelpwomen’ koennen wir ab sofort alle groesseren und kleineren Blessuren mit Hilfe von EFT einfach wegklopfen.  

Bis demnaechst - ‚happy tapping’!

 

23.05.06 / RR

 


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