Ausflug zu Beer Chang nach Khampheng Phet

 

Heute wurde uns die Gelegenheit geboten, nicht nur die grösste sondern bestimmt auch die schönste Brauerei Asiens zu besuchen. Dafür war frühes Aufstehen angesagt für die 22 Damen, die sich am 30. Mai auf den Weg nach Khampheng Phet machten, 350 km nördlich von Bangkok. Der Weg ist das Ziel und damit wir diesen gut versorgt bereisen, hatte Mawinee einen bequemen Doppeldecker Bus mit ‚Dinner Table’ organisiert. Tags vorher wurde schon fleissig eingekauft, gebraten und gebacken: Frühstücksparty im Bus war angesagt. Der Tisch reichte gar nicht für all die Köstlichkeiten, die aus den zahlreichen Taschen und Kühlboxen zum Vorschein kamen. Käseplatte, Gurken, Bouletten, Mexican Dips, sogar Rührei mit Speck tauchte auf, diverse Kuchen nebst Kaffee, Tee und....Prosecco.

Richtig schön gemütlich war’s – und verkürzte die Anreise immens. Nach gut vier Stunden kamen wir bei Chang Beer an, wo wir schon erwartet wurden.

Hinter dem imposanten Eingang mit dem Chang-Emblem, den beiden weissen Elephanten, eröffnete sich ein weitläufiges, sehr gepflegtes Parkgelände, auf dem man kaum eine ‚Fabrik’ vermutet. Inmitten der grossen Rasenflächen, der herrlichen Blumenbeete und Teiche stehen gut eingepasst die Brauereianlagen mit den riesigen Kühltürmen sowie moderne, mehrstöckige Wohnhäuser für das Personal.

Begrüsst wurden wir von Petras Mann Uwe, der als Projektleiter für den Erweiterungsbau verantwortlich war. Mit einem guttural-bayrischem ‚Grüss Gott’ stellten sich Herr Stadler und Braumeister Schüll, vor. In der luftigen – und schön kühlen – Empfangshalle wurde dann auch gleich das Gruppenfoto gemacht bevor es ins Auditorium mit seinen 180 Sitzplätzen ging. Dort gab Herr Schüll eine kurze Präsentation über das Projekt und das Brauen im allgemeinen. Nach dem Chang Präsentations-Video ging’s auf Besichtigungstour. Naja, so brauereimässig wie wir das vielleicht von der einen oder anderen Hausbrauerei in Erinnerung hatten, hat diese Anlage nichts mehr zu tun. Fast schon utopischen erscheinen die Stahlkessel, in welchen der Sud gekocht wird. Auch vom bekannten schweren ‚Brauereigeruch’ war kaum etwas zu merken. Alles glänzte noch sehr neu in der Mittagssonne.

Ein paar Daten:

Mit der Erweiterung wurde die Bierproduktion von jährlich 5 Millionen Hektolitern auf 10 Millionen erhöht. Das sind eine Milliarde Liter Bier. Herr Schüll rechnete um: das wären für jeden Münchner ein Jahr lang vier Halbe am Tag. Ja, mei...

Es gibt eine eigene Kläranlage, die Stromversorgung reicht für 1500 Einfamilienhäuser, für das Sudhaus und die Flaschenabfüllanlage werden 180 Tonnen Dampf pro Stunde erzeugt, abgefüllt werden 1846 Liter in der Stunde. Für einen Hektoliter Bier wird das 6-fache an Wasser gebraucht. Neben verschiedenen Biersorten hat Chang auch eine  Trinkwasser- und Soda-Produktion, die von den hauseigenen Brunnen gespeist wird. Beer Chang hat in Thailand einen Marktanteil von 70 % und erhielt 1998 die Goldmedaille bei den ‚Australian International Beer Awards’. Wichtige Themen bei Chang sind auch der Umweltschutz sowie die Förderung Jugendlicher und Sport Sponsoring. Übrigens: Die Biersteuer in Thailand ist 62,5 %.

Mehr Informationen zur Produktion und Geschichte von Chang findet Ihr unter: http://www.superbrandsinternational.com/thailand

Nach dem Mittagessen mit Chang-Bier an der schön gedeckten Tafel, verabschiedeten wir uns von Uwe und seinen Kollegen – natürlich nicht ohne vorher nochmal im Souvenirshop die eine oder andere Notwendigkeit erstanden zu haben. Anschliessend noch ein kurzer Halt am Affentempel. Nachdem wir uns beidseitig beäugt hatten und Angelika als mutige Fotografin sich in das affige Getümmel wagte, folgten die Freundinnen und gaben ein paar Runden Erdnüsse aus. Dann wurde es aber Zeit und gg. 15.00 ging’s  endgültig zurück. Wegen der Baustellen lief’s ein wenig zäh aber um 20.00 h waren dann auch die Stadtmiezen wieder wohlbehalten in der Sukhumvit.

Ein richtig schöner Ausflug war’s, vor allem lustig und gelernt haben wir auch wieder was. Darin waren wir uns alle einig, den Bus nehmen wir auch wieder (wohin ist noch nicht ganz klar..) aber dann mit mehr ‚bubbli’.

An dieser Stelle vielen Dank an unsere liebe Mawinee, die schon seit mindestens 04.00 h morgens auf den Beinen war und mit der Busorganisation beschäftigt, damit auch alles klappt. Das hatte es auch ganz toll!

 

31.05.2006 / AF

 


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