Erste Hilfe-Kurs im Bangkok Hospital

 

Heute war Premiere: Wir waren BKHs erste Besuchergruppe, die zu einer Veranstaltung dieser Art eingeladen wurde. Stolz können wir dazu vermelden, dass Idee und Durchführung hierzu von der Drehscheibe kamen: Petra Reichelt-Morstadt, Marketing Executive im BKH, wurde bei einer unserer Exkursionen mal auf diese Möglichkeit hin angesprochen und voilà: da waren wir, 13 Damen am 14.02., dem mittlerweile in Bangkok rosarot gefeierten Valentinstag.

Petra begrüsste uns in der neuen Lobby des erweiterten, modernisierten Hospitals und überreichte jeder Dame eine gut zusammen gestellte Infomappe nebst flottem Poloshirt. Dann gingen wir in den Besprechungsraum, wo wir schon von Dr. Kay und seinem Team erwartet wurden.

Der Kurs heute zielte auf Erste-Hilfe-Massnahmen ab, die ja bei den meisten von uns schon ziehmlich verschüttet sind – seit dem Rote-Kreuz-Kurs damals, beim Führerschein - und deshalb waren wir ganz gespannt:

Nach Einführung und Präsentationsvideo des BKH begann Dr. Kay seinen Vortrag mit der Frage: You see a car accident, do you help? Why First Help? Naja, eigentlich – es kamen die Fragen zur Übertragung von Aids oder Lähmung durch falsches Anfassen, aber in seinem Vortrag, den er gut verständlich (ohne medizinischen Schickschnack) und kurzweilig vortrug, zeigte er uns gut anwendbare Methoden, mit welchen wir erste Hilfe leisten können.

Ein paar Beispiele daraus:

Den Zustand des Patienten erkennen

-          Puls bei Bewusstsein und ohne

-          ABC = Airway – Breathing – Circulation

-          Arterienblutung, hellrot, sprudelnd

-          Venen- und Kapillarbluting, dunkelrot

-          Epitaxis, Nasenbluten, Ursachen und wie stoppen

-          NPO = Nothing per Oral bei Schockpatienten, also kein Wasser einflössen

-          Was tun bei Verbrennungen, Kälte, Hitze

-          Was tun bei Prellungen, Brüchen, Verstauchungen? RICE

R = Rest, das verletzte Körperteil nicht belasten, hoch lagern

I =   Ice/Eis auflegen, für 20 Minuten alle 2 Stunden

C=  Compresse oder elastische Binde 18 – 24 Stunden, nachts lockern

E = Elevation, das verletzte Körpereil höher lagern als das Herz

Wir konnten auch selbst Hand/Finger am lebenden Objekt anlegen: Messen des Pulses am Handgelenk und Hals; auch kennen wir jetzt den Heimlich-Griff um Verschlucktes nach oben zu befördern. Iris outete sich als Krankenschwester (gut zu wissen) und stellte sich als ‚in die richtige Lage bingen-Modell’ zur Verfügung.

Also Ihr merkt schon, das Programm war umfangreich und alles aufzuführen, würde hier zu lang werden. Wir wollen diesen Kurs nächstes Jahr wiederholen, dann als Tageskurs mit mehr praktischen Übungen wie z.B. CPR/Herzmassage.

Nach einem guten Mittagessen und mit dem Gefühl „wieder was gelernt“ machten wir uns auf den Heimweg – vielleicht auch ein wenig hoffend dass, wenn wir mal irgendwo liegen, jemand so einen Kurs gemacht hat....

 

14.02.2006 / AF

 

Mehr Info zum Bangkok Hospital unter: www.bangkokhospital.com

 


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