DREHSCHEIBE
 

 

 

 

Besuch im Museum für gefälschte Waren

 

Wer von uns trägt keine der schicken Designer-Taschen über der Schulter, für die frau natürlich keine – im Schnitt – THB 55.000 bezahlt hat, sondern um die THB 3000? Und alle lieben wir die leichten 200 Baht-Blusen und T-Shirts ‚für jeden Tag’. Ganz normal für uns Bangkokians. Ok, alle paar Monate sind dann wieder mal die Bilder in der Zeitung, auf welchen der große Bagger die Berge von beschlagnahmten Fälschungen zusammenschiebt und überrollt. Hmm, schade drum, denken wir dann. Doch das Thema ist sehr viel ernster.

 

                                                                    

 

Darüber ließen sich 12 Drehscheibe-Damen am 08.05.2007 in der Kanzlei von Tilleke & Gibbins informieren. Deren Hauptbetätigungsfeld sind Verletzungen des Urheberrechts. 1989 wurde das ‚Museum of Counterfeit Goods’ eingerichtet, in dem um die 1500 Gegenstände zu besichtigen sind, die als ‚Lehrstücke’ dienten. Unsere beliebten Handtaschen sind weniger zu sehen, als gefälschte Kosmetika, wie z.B. ein - natürlich wirkungsloser -Shiseido Sun Blocker 35, Medikamente, Babynahrung, Autoersatzteile, Handy-Batterien (Explosionsgefahr), diverse Uhren, Jeans und sogar Uhu – was uns verblüffte. Aber anscheinend ist der Uhu-Klebestift so beliebt, dass es sich sogar lohnt, diesen zu fälschen und damit Profit zu machen. Khun Titirat, einer der Anwälte, erzählte, dass gegenwärtig 1000 Kunden betreut werden und trotz vieler Razzien – Levis hat um die 200 pro Jahr – den gefälschten Waren nur schwer beizukommen ist, denn der Markt wird ja auch von der Nachfrage bestimmt.

 

Anschließend hatten wir die Gelegenheit, zusammen mit Khun Kaew, der Kuratorin, eine kleine Auswahl der 1600 Stücke umfassenden, exquisiten Textilsammlung zu bewundern, die die Wände in den Büros von Tillecke & Gibbins schmücken. Herrliche Webereien, zum Teil um die 100 Jahre alt, wurden aus Burma, Laos, Vietnam und Thailand zusammengetragen.

 

  

 

Den informativen Vormittag schlossen wir mit einem gesunden Mittagessen im ‚Verasu’ ab. Hier werden auf die jeweilige Blutgruppe abgestimmt herrlich frische Gerichte zubereitet, die wir uns schmecken ließen.

Und die waren keine Fälschungen!

 

 

Mehr Infos zum Museum und den Textilien findet Ihr unter:

http://www.tillekeandgibbins.com

 

 

AF/08.05.2007

   

                                                 

        

 

 

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