DREHSCHEIBE
 

 

GTZ = Gesellschaft fuer Technische Zusammenarbeit GmbH

 

10 interessierte Drehscheiben Mitglieder trafen sich heute Morgen in den Raeumlichkeiten der GTZ, um Naeheres ueber diese
Gesellschaft zu erfahren, die unter dem Slogan ‚Partner fuer Perspektiven. Weltweit’ wirbt. Frau Charlotte Riegger hat unsere
Gruppe freundlich in Empfang genommen und gemeinsam mit Herrn Juergen Koch, dem Country Director der GTZ Thailand, den
Vortrag begonnen. Anhand einer informativen Powerpoint Praesentation konnten wir den Aufbau der Gesellschaft und deren
Vorgehensweise bestens erkennen. Wir wurden aufgefordert, mit Fragen nicht zu sparen und konnten dann sogleich im direkten
Dialog oder auch in gemeinsamer Diskussion immer gleich eine Antwort bekommen.

Als weltweit tätiges Bundesunternehmen der internationalen Zusammenarbeit für nachhaltige Entwicklung unterstützt die
Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) GmbH die Bundesregierung bei der Verwirklichung ihrer
entwicklungspolitischen Ziele. Sie bietet zukunftsfähige Lösungen für politische, wirtschaftliche, ökologische und soziale
Entwicklungen in einer globalisierten Welt und fördert komplexe Reformen und Veränderungsprozesse auch unter schwierigen
Bedingungen. Ihr Ziel ist es, die Lebensbedingungen der Menschen nachhaltig zu verbessern.

Die GTZ ist ein Bundesunternehmen mit Sitz in Eschborn bei Frankfurt am Main. Sie wurde 1975 als privatwirtschaftliches
Unternehmen gegründet. Ihr Hauptauftraggeber ist das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).
Darüber hinaus ist sie tätig für andere Bundesressorts, für Regierungen anderer Länder, für internationale Auftraggeber wie die
Europäische Kommission, die Vereinten Nationen oder die Weltbank sowie für Unternehmen der privaten Wirtschaft. Die GTZ
nimmt ihre Aufgaben gemeinnützig wahr. Überschüsse werden ausschließlich wieder für eigene Projekte der internationalen
Zusammenarbeit für nachhaltige Entwicklung verwendet.

In mehr als 120 Ländern Afrikas, Asiens, Lateinamerikas, den Transformationsländern Osteuropas und den Neuen Unabhängigen
Staaten beschäftigt das Unternehmen gut 10.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter; davon sind fast 9.000 einheimische Kräfte.
Die GTZ ist in 67 Ländern mit eigenen Büros vertreten. In der Zentrale in Eschborn arbeiten rund 970 Personen. Außerdem sind
365 Personen in überregionalen Projekten an verschiedenen Standorten in Deutschland tätig.

Das regionale Know-how ist in den Bereichen „Afrika“, „Asien/Pazifik und Lateinamerika/Karibik“ sowie „Mittelmeer, Europa und 
Zentralasien“ gebündelt. Das fachliche Know-how ist im Bereich „Planung und Entwicklung“ angesiedelt. Neben der Arbeit für 
die deutsche Bundesregierung  ist die GTZ mit dem Geschäftsbereich GTZ International Services auch für zahlreiche internationale 
Auftraggeber tätig.
 
Eine systematische Erfolgskontrolle ist fester Bestandteil der Arbeit der GTZ. Sie dient der Rechenschaftslegung gegenüber den 
Auftraggebern und der Öffentlichkeit, liefert Informationen für die Steuerung der Entwicklungsmaßnahmen und unterstützt das 
individuelle und institutionelle Lernen.

Wie bereits erwaehnt, arbeitet die GTZ im Auftrag der Bundesregierung und für andere öffentliche und private, nationale wie internationale Auftraggeber, etwa EU, Weltbank oder UN-Organisationen sowie auch für Unternehmen der Privatwirtschaft. Hauptauftraggeber ist das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

Bei einem Gesamtumsatz von 875 Millionen Euro im Jahr 2005 entfielen rund 693 Millionen Euro auf Projekte und Programme für öffentliche Auftraggeber, wie BMZ und andere Bundesressorts. 79 Prozent des Umsatzes erwirtschaftete die GTZ also im Auftrag der Bundesregierung. 21 Prozent ihres Umsatzes (rund 183 Millionen Euro) erzielte sie im Jahr 2005 durch Aufträge anderer, meist internationaler Auftraggeber und Financiers sowie Unternehmen der privaten Wirtschaft.

Um Wissen zu bündeln und optimale Ergebnisse in ihrer Arbeit zu erzielen, kooperiert die GTZ eng mit anderen entwicklungspolitisch engagierten Organisationen. Hierzu zählen der Deutsche Entwicklungsdienst (DED), die Internationale Weiterbildung und Entwicklung GmbH (InWEnt), die Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft (DEG) und vor allem die KfW Entwicklungsbank. Letztere ist im Auftrag des BMZ für die Finanzielle Zusammenarbeit mit den Partnerländern verantwortlich. Zusammen mit anderen Vorfeldorganisationen wie KfW, DED und InWEnt betreiben wir zahlreiche Bürogemeinschaften – beispielsweise in Ägypten, Vietnam, Manila, Indien, Jordanien, Guatemala sowie in Ländern des südlichen Afrikas. Sie erleichtern die Koordination von Technischer, Personeller und Finanzieller Zusammenarbeit vor Ort und die Beziehungen zu den gemeinsamen Partnern.
 

Gemeinsam mit der Bundesagentur für Arbeit (BA) ist die GTZ eine Arbeitsgemeinschaft "Centrum für internationale Migration und Entwicklung (CIM)" zur Vermittlung von Fach- und Führungskräften in Entwicklungsländern und Ländern Mittel- und Osteuropas eingegangen.
 

Darüber hinaus kooperiert die GTZ erfolgreich mit politischen Stiftungen, den beiden großen christlichen Kirchen und zahlreichen Nichtregierungsorganisationen auf nationaler und internationaler Ebene, darunter die Deutsche Welthungerhilfe als größte deutsche Nichtregierungsorganisation und die World Conservation Union (IUCN).
 

Die Zusammenarbeit mit der Privatwirtschaft wird immer wichtiger. In den vergangenen fünf Jahren hat sie rund 300 „Public Private Partnership“
(PPP)-Projekte – also gemeinsame Vorhaben von privaten Unternehmen und GTZ – in über 60 Ländern auf den Weg gebracht.
 

Synergien nutzen, gemeinsam profitieren: Unter diesem Motto bildet die GTZ vermehrt strategische Allianzen mit wichtigen externen Partnern aus allen gesellschaftlichen Bereichen. Allianzen mit der Bertelsmann-Stiftung, dem Europäischen Zentrum für Menschenrechte und Demokratisierung, dem Europäischen Dachverband der Unternehmensstiftungen, dem Goethe-Institut oder dem Deutschen Städtetag sind nur einige Beispiele. Stets geht es um Vereinbarungen und Abkommen auf gleichberechtigter Ebene, die beide Partner ihre jeweiligen unternehmerischen Ziele besser erreichen lassen. Bestehendes Know-how wird ergänzt, neue Arbeitsfelder und Märkte werden erschlossen. Eine Partnerschaft, die beiden Seiten Nutzen bringt.
 

Zur besseren Vernetzung und zur effizienteren Kooperation auf europäischer Ebene hat sich die GTZ mit anderen europäischen Partnern zum „European Network of Implementing Development Agencies“, EUNIDA, zusammengeschlossen. Derzeit gehören Großbritannien, Luxemburg, Belgien, Frankreich und Deutschland dem Netzwerk an. EUNIDA basiert auf einer Initiative der GTZ aus dem Jahr 2000. Mit seinen Dienstleistungen will das Netzwerk die speziellen Kompetenzen, die die Mitgliedsorganisationen in Zusammenarbeit mit ihren nationalen Regierungen gesammelt haben, auch in der Kooperation mit der Europäischen Union nutzbar machen.

Die GTZ ist bereits seit ungefaehr 40 Jahren in Thailand taetig. Es arbeiten hier vier Abgesandte in Zusammenarbeit mit lokalen Mitarbeitern. Im Moment konzentriert sich die GTZ gemeinsam mit dem Royal Thai Government darauf, bei kleinen und mittleren Unternehmen (KMU), vornehmlich im Agro-Industrie-Bereich, die Wettbewerbsfaehigkeit zu steigern. Das heisst eine Verbesserung der Dienstleistungen und Rahmenbedingungen und die Foerderung der Oekoeffizienz in der Industrie bei immerhin 80% der Unternehmen. In diesem Zusammenhang wurden Einsaetze im Bereich der Saa Paper Produktion (Papier aus Maulbeerbaumrinde), der Shrimp Produktion, der Palmoel Produktion und der Tabioca Verwertung angesprochen. Anhand von Bildmaterial konnten wir die Vorgehensweise sehr gut nachvollziehen.

Nach fast zwei Stunden hatten wir doch einen ganz ordentlichen Einblick in die Taetigkeit der GTZ bekommen. Dem Vorschlag bzw. der Einladung, diverse Projekte doch einmal vor Ort zu besichtigen, waren wir ueberhaupt nicht abgeneigt. Kreative Koepfe konnten sogleich ein verlaengertes Wochenende in Verbindung mit der Besichtigung der Saa Papier Produktion visualisieren. Das Angebot der GTZ steht und ein Tripp nach Chiang Mai - vielleicht im Februar - waere ein durchaus reizvolles Drehscheibe-Unternehmen, ganz im Sinne der Weiterbildung versteht sich – Funfaktor nicht ausgeschlossen. Schlagworte wie Generationsgerechtigkeit, Millenium Declaration, Entwicklungspartnerschaften, bilaterale Zusammenarbeit, Vision, Mission, Services, Komponenten und Sub Sektoren kreisten in unseren Gehirnen und mussten erst einmal verdaut werden. Was so manches Mitglied bei einem gemeinsamen Lunch dann auch tun wollte.

Frau Riegger und Herrn Koch von der GTZ sei nocheinmal ganz herzlichen Dank gesagt, fuer die absolut unkomplizierte Vorbereitung dieses Besuches und auch fuer die ungezwungene Umsetzung dessen.

Noch mehr Infos gibt es: www.gtz.de oder www.thai-german-cooperation.info

09.10.2007 / RR

 

 

 

 

 

 

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