DREHSCHEIBE

 

Puppenmacherin Irma

 

 

Sieben Frauen wurden am 21.10.08 schon an der Eingangstür von Irmas Haus von einer Puppe empfangen (Ähnlichkeiten mit der Hausherrin rein zufällig?). 

 

   

Wir folgten Irma und waren gespannt, was uns erwartet. Zuerst wurde uns Kaffee und Kuchen serviert – sehr edel im skandinavischen Stil.

      

 

Anschließend erklärte uns Irma einiges über ihre „Schätze des Hauses“.

Das Esszimmer war ausgestattet von einigen Vertretern aus der Periode der Französischen Revolution bis hin zum frühen 20. Jahrhundert. Zu jeder Puppe erzählte uns Irma eine witzige Geschichte. Es war sehr spannend ihr zuzuhören, man wurde in eine andere Welt versetzt. Sie legt Wert auf jedes kleinste Detail und durch ihr handwerkliches Geschick sowie ihre Kreativität macht sie die Puppen einzigartig in ihrer Ausstrahlung.

 

     

 

Dies war aber nur der erste Raum. Wie wir anschließend feststellen konnten, war das ganze Haus bis unters Dach voller Puppen. Nicht einmal vor dem Bad oder Büro machten die kleinen „Persönlichkeiten“ halt.  Irma sagt selbst von sich, dass es wie eine Sucht geworden ist, immer wieder neue Unikate zu entwickeln.

 

Nachdem sie sich 1992 aus dem Exportgeschäft für dekorative Gegenstände und Weihnachtsschmuck zurückgezogen hat, bastelt sie ihre Mitbewohner nur noch zum Vergnügen und ihrer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Die Ideen für neue Materialien und Stoffe gehen ihr, wie wir sehen durften nicht aus.

 

Es sind zwar „nur“ Puppen aber man hat das Gefühl, dass in jeder Puppe ein wenig „Irma“ steckt – faszinierend.  

 

Wir kamen aus dem Staunen und aber auch Schmunzeln nicht mehr raus. Jedes Gesicht der Unikate ist so aussagekräftig, dass der jeweilige Charakter oder Gedankengang sofort zu erkennen ist.

 

 

Mit viel Geist und Humor gab uns Irma Antworten auf viele unserer Fragen. Unser Interesse bestand nicht nur an dem Handwerk sondern auch an einer Frau, die schon 47 Jahre in Bangkok lebt, sieben Sprachen spricht, ein erfolgreiches Unternehmen geführt hat und seit über 30 Jahren mit einem Thai verheiratet ist.

 

Zum Schluss durften wir noch einen Blick in ihren Werkstattraum werfen und 5 Frauen meldeten sich sofort zu einem Workshop bei ihr an. Diese Frauen dürfen dann bei ihrer ersten Stunde Weihnachtsdekoration gestalten.

 

  

 

Es war ein toller Vormittag und wir waren von Irma und ihren Puppen voll begeistert – eine Oase in der lauten und schnell wachsenden Stadt Bangkok.

 

  

 

 

24.10.08 / BF

 

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