DREHSCHEIBE

Feng Shui

 

 

 

A & L Gallery oeffnet die Tueren und wir stehen bereits inmitten von unzaehligen Feng Shui-gerechten Utensilien und Gluecksbringern. Da es zwischen den Regalen fuer 14 Drehscheibe-Mitglieder plus Verkaufspersonal fast zu eng ist, begeben wir uns gleich eine Etage hoeher, um uns dort fuer den Vortrag zu plazieren. Freundliche Mitarbeiterinnen versorgen uns sofort mit Getraenken und ein Tisch ist bereits gedeckt mit selbstgemachten Samosas sowie Mandarinorangen, die ein Muss sind, wenn das Chinese New Year naht. Noch ein paar mitgebrachte Schokokekse unsererseits runden die ueppigen Zwischendurchsnacks ab. Anna Leong, die dynamische Geschaeftsinhaberin, hiess uns ganz herzlich willkommen. Eng gedraengt sitzen wir, um dem Vortrag ueber die Prinzipien des Feng Shui zu lauschen.

 

          

 

Anna die malaiisch/chinesischer Abstammung ist, lebt seit 20 Jahren hier in Bangkok und hat sich auf Feng Shui Konsultationen sowohl im fertigen Haus als auch vom Architektenplan her spezialisiert. Seit 25 Jahren befasst sie sich mit diesem Thema und ist Feng Shui Master, unterrichtet von Lillian Too, einer internationalen Kapazitaet auf diesem Gebiet. Weiterhin gibt sie ganz persoenliche Feng Shui Unterweisungen fuer den Alltag und unterrichtet die Prinzipien dieser Lehre in kleinen Gruppen. Am Ende dieser Workshops gibt es ein Examen, das sicherstellen soll, dass das Gelernte auch internalisiert wurde.

 

 

 

Zuerst hoeren wir vom ‚Time-Dimension-Feng Shui’, dem ‘Flying Star Prinzip’ und den ‘Four Pillars of Destiny’. Was immer man unternimmt, um Himmel, Erde und Menschheit im harmonischem Gleichklang zu halten, soll Frieden und Wohlstand fuer jeden einzelnen bringen. Es wurde wiederholt betont, dass es sich bei Feng Shui nicht um eine Zauberformel handelt. Anna erklaerte uns die Dreifaltigkeit des Gluecks, das aus dem ‚Heavens Luck’, worueber wir keine Kontrolle haben, dem ‚Man made Luck’, das sich nach dem Charakter einer Person richtet, und dem ‚Earth Luck’, das auf Feng Shui Hilfe basiert, besteht. Sie wies darauf hin, dass das Earth Luck immerhin ein Drittel unseres Glueckes bedeutet. Und dieser Dreifaltigkeit, zumindest in diesem Drittel etwas nachzuhelfen, kann sicher nicht schaden. Von der Technik ‚Black Head School’ (BHS) des Feng Shui, das wohl aus Amerika stammt, wurde abgeraten. Wogegen die Formel der Kompass Schule als fundiert bezeichnet wurde.

 

         

 

Anna hat uns dringend empfohlen, mindestens einmal im Jahr einen sogenannten ‚Spring Clean’ zu machen. Das heisst totales Ausmisten, selbst in den hintersten Schrankecken und konsequentes Lueften, wenn moeglich jeden Tag. Das gezielte Loswerden von altem Ballast erlaubt neue Energien in unserem Lebensbereich. Wir erfuhren noch Interessantes ueber das Chinese New Year, das dieses Jahr am 26. Januar gefeiert wird. Am Abend des 25. sollte man eine bis zum Rand gefuellte Schuessel (kein Plastik) mit Reis auf den Tisch stellen, was einfach Ueberfluss und Fuelle symbolisieren soll. An diesem Feiertag schenkt man ‚Ang Pow’, das sind rote Briefumschlaege, in denen sich Geld befindet. Man soll dabei nur neue Geldscheine ‚Crispy Money’, verwenden, damit die Anhaeufung von Reichtum gewaehrleistet ist.

 

     

 

Die Lehre des Taoismus spielt beim Feng Shui durch seinen ueberaus starken Symbolcharakter eine sehr grosse Rolle. Anna betonte immer wieder, dass es sehr wichtig ist, seinen Wohlstand auch zu zeigen. Schmuck sollte bereits am Morgen getragen werden, um das ‚Lucky Chi’ (Energie des Glueckes) anzuziehen. Wir bekamen unter anderem noch Verhaltensmassregeln fuer den Besuch von Spielkasinos, die letztendlich Feng Shui-maessig gestaltet sind, aber nur um das Geld in deren Raeumen zu halten. Diese Tatsache ist sicher nicht ganz im Sinne eines Spielers. Doch dafuer gibt es natuerlich auch Gegenmassnahmen – deren Details wir hierbei ebenso erfahren durften.

 

Eine weitere Offenbarung war, dass Glueck durch positive Gedanken angezogen werden kann. Vor dem Schlafengehen sollten Wuensche formuliert werden, um den Zyklen ‚good times’ versus ‚bad times’ entgegenzuwirken. Das Wichtigste beim Feng Shui ist jedoch, dass die Elemente immer ausbalanciert sind. Dies ist am besten unter www.wofs.com nachzulesen, einer Homepage ueber die ‚Four Pillars of Destiny’.

 

‚Good health is good wealth’ – eine Feststellung aus dem Feng Shui, wie Anna anmerkte – laesst sich durch das absolut folgerichtige Einhalten von Feng Shui- Prinzipien ermoeglichen. Das ‚Triple Eight Sign’ ist ein starkes Symbol ebenso wie die Anwendung von ‚OM’, deren beide Kraefte uns zu schuetzen vermoegen. Wir lernten, in welchem der Sektoren ‚East’ oder ‚West’ wir uns befinden. Das laesst sich ganz einfach gemaess einer Formel errechnen. Man nimmt nur das Geburtsjahr einer Person, aber unter Beachtung des Chinese New Year Kalenders, und errechnet ueber die Quersumme die sogenannte ‚Kua Number’. Dann gibt es noch eine ‚Lo Shu Number’, die uns in Verbindung mit den 5 Elementen und den Tierzeichen einen Hinweis ueber unseren taeglichen Umgang geben kann. Dies im Detail hier zu erklaeren, wuerde den Rahmen dieses Berichtes sprengen. Aber es gibt genuegend Literatur oder Websites und auch die Moeglichkeit des Besuchs eines Workshops bei Anna Leong, um diese Regularien zu verstehen.

 

 

Eine letzte Aussage von Anna war, dass das Glueck so unendlich wichtig ist im Leben. Ob nun erreicht durch geschickt aufgestellte Wasserspiele, die gezielte Anbringung von Vorhaengen oder Paravents, Bildern, Spiegeln, diversen Gegenstaenden oder speziellen Farbtupfern im Wohnbereich sei egal. Fuer 2009 ist es auf alle Faelle wichtig, moeglichst Dinge in Neuner-Gruppierungen zu arrangieren. Das ist die Glueckszahl fuer dieses Jahr, das Jahr des Bueffels, das laut Feng Shui Gesetzen kein schlechtes sein soll. Natuerlich ist Vergebung und Liebenswuerdigkeit gegenueber Familienmitgliedern und Freunden ein nicht zu unterschaetzender Einsatz. Wenn alle gluecklich sind und einem gute Gedanken entgegenbringen, erhaelt man dadurch diese wunderbare positive Energie zurueck, was sicher etwas ist, das ueberhaupt nicht mit Geld zu bezahlen ist. Nun - auch das kann Feng Shui sein.

 

    

 

Die Zeit verging wie im Flug – bewegten wir uns ja auch zwischen unserem Neuen Jahr und dem Chinese New Year – vielleicht eben nur eine Zwischenzeit. Unsere Fragen wurden humorvoll und praezise beantwortet. Gespickt mit Informationen und guten Tipps fuer das taegliche Miteinander verliessen wir den Vortrag, um noch im Ladenbereich nach geeigneten Gluecksbringern und Informationsmaterial zu stoebern. Anna Leong und ihren Mitarbeitern sagen wir besten Dank fuer diesen recht aufschlussreichen und umsichtig arrangierten Vormittag. Das Interesse an Feng Shui wurde geweckt und es gibt sicher einige Teilnehmerinnen, die ihr Wissen diesbezueglich erweitern wollen. Vielleicht ergibt sich im Herbst einmal wieder die Gelegenheit von Anna mehr ueber Heilsteine und Wuenschelrutengaenge zu erfahren. Die Zusage von ihrer Seite besteht!

 

Aber vorerst wuenschen wir allen Lesern dieser Website und natuerlich vor allem den Mitgliedern der Drehscheibe

 

‘KUNG HEI FATT CHOY’ - GOOD LUCK und HAPPY CHINESE NEW YEAR  !!!

 

 

 

20.01.2009 / RR

 

 

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