DREHSCHEIBE


Zugfahrt nach Samutsongkran

     

Am 17. Februar trafen sich in aller Frühe 19 Drehscheibe-Mitglieder beim Restaurant Blue Elefant, um von dort aus den   2. Versuch der Zugfahrt zu starten, die im November wegen Überflutung der Schienen ausfallen musste.


 

Vom Treffpunkt aus ging es erstmal mit 2 Mini-Bussen durch dichten Verkehr zur nah gelegen Bahnstation Wongwian Yai, wo nach kurzer Wartezeit der Zug einfuhr und um 8:35 Uhr in Richtung Maha Chai (Samutsakorn) wieder abfuhr.


 

In einer Stunde Fahrtzeit ließen wir uns Wind um die Nase wehen und genossen die Aussicht - versüßt von Gesprächen und Mawinees Obst. Im Vorbeifahren gab es vieles zu sehen: von der kleinen Blechhütte bis zum Wat – sogar ein Elefant soll gesichtet worden sein - und die Landschaft wurde immer idyllischer. Wer hier allerdings allzu neugierig den Kopf aus dem Fenster streckte, lief Gefahr einen Palmen-Wedel ins Gesicht zu bekommen, so dicht fuhr der Zug zum Teil auch an Häusern vorbei.

     
 

Angekommen blieb uns nicht viel Zeit um über den Markt in Maha Chai zu bummeln. Im Laufschritt ging es zum Pier, wo uns ein Boot auf die andere Seite des Tajin Flusses zur Bahnstation Banlam brachte. Die Überfahrt dauerte nur 5-10 Minuten.


 

Von dort aus nahmen wir um 10:10 Uhr mit dem Zug nach Mae Klong (Samutsongkram).Vorbei an Feldern, Fischzuchtbecken, Salzgewinnungsanlagen und Mangrovenwäldern bot sich hier ein sehr ländliches Bild. Das eigentliche „Highlight“ konnten wir dann bereits bei der Einfahrt den Zuges etwa 1 Stunde später bestaunen. Genau auf den Gleisen befindet sich ein Markt, der jedesmal auf- und abgebaut wird, wenn ein Zug kommt. Das passiert 8 mal pro Tag! Hier beobachteten wir durch die kleine Schaffner-Kabine im hinteren Wagon des Zuges, wie der Markt auf den Schienen sekundenschnell wieder aufgebaut wurde.

Das Schauspiel mussten wir natürlich noch aus der Nähe betrachten! Nach einem kurzen Bummel über den Markt hieß es auch schon wieder „Schienen frei“, denn der Zug fuhr nun die gleiche Strecke wieder zurück, so dass wir sowohl Auf- als auch Abbau der Marktstände live miterleben konnten.

         
 

Von der Bahnstation holten uns die beiden Mini-Busse ab. Zunächst machten wir einen kleinen Abstecher in das Baan Amphawa Resort (www.baanamphawa.com), wo wir nach einer Erfrischung eine kleine Führung bekamen. Gleich im Anschluss ging es in das nur 3 Minuten entfernte Restaurant Baan Korpai (www.baankorpai.com) zum Lunch. Dank unserer knurrenden Mägen stand das Essen schon bereit.


Bevor wir die Rückfahrt ins 65 km entfernte Bangkok antraten machten wir noch einen kleinen Spaziergang entlang des Amphawa Kanals. Hier gibt es viele Geschäfte in sehr schön gepflegten Holzhäusern, die zumeist nur am Wochenende geöffnet haben. Wir konnten allerdings kurz in ein kleines Museum hinein schauen und im Thanicha Resort (http://www.thanicha.com/indexe.htm), einem über 100 Jahre alten Holzhaus welches ein Boutique Hotel beherbergt, einen Kaffee trinken. Vor 100 Jahren war Amphawa ein Handelszentrum von Samutsongkram. Die Leute kamen nur per Boot zu den Läden. Durch den Bau der Straße wird leider kein Handel mehr betrieben und die Leute wohnen heute nur noch dort und gehen außerhalb arbeiten. Daher bleiben die Geschäfte unter der Woche geschlossen. Am Wochenende lassen sie dir Türen auf aber nur noch wenige dienen als Geschäfte.

 

     

 


 

17.01.2009 / SB

 

 

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