German Speaking Women's Group of Thailand

     Home                                                                                          

    
 
 

Khao Yai Winery

Gleiche Zeit, gleicher Ort? Nicht ganz.

Ende Januar – im vermeintlich thailändischen Winter – war unser Ziel zwar auch dieses Jahr der Khao Yai, ebenso spielte die Natur eine primäre Rolle - sonst jedoch war alles ein wenig anders.

Bunter und unterschiedlicher hätte die 9-köpfige Gruppe nicht sein können, die am Montag gegen 10 Uhr in nord-östliche Richtung startete. Aber eins hatten wir alle gemeinsam: die gute Laune. Von Anfang an herrschte eine entspannte, lustige Atmosphäre in unserem „Khao Yai Mobil“ und man konnte die Vorfreude auf die zwei-Tages-Tour spüren.

  

Ganz im Zeichen der Traube steuerten wir zum Mittagessen unser erstes Ziel an, die GranMonte Winery. Eine andere Welt tat sich auf. Umgeben von Bergen fügen sich die Weingärten in die wundervolle Landschaft ein.

Auf der Terrasse am Lotusteich schmeckten der gegrillte Lachs und das mediterrane Hühnchen nochmal so gut.

Der liebevoll angelegte, gepflegte Garten und die angrenzenden Weinberge luden zu einem kleinen Verdauungsspaziergang ein, bevor es zu unserer eigentlichen Station ging.

Auf dem Weingut von PB Valley erwartete uns bereits Herr Heribert Gaksch, der Deutsche Manager. Die Damen möchten sicher erst die Zimmer beziehen und sich frisch machen? Dazu hätte es dann Marlies‘ Kompass gebraucht,

die nämlich liegen 2,5 km vom Restaurant entfernt, idyllisch am Berg mit Blick auf die edlen Reben und Berge. Wir kriegten uns gar nicht mehr ein über die urigen Unterkünfte mit der schnuckeligen Terrasse.

           

Zur Tour über das Weingut stiegen wir dann in den von einem Traktor gezogenen Wagen um, Herr Gaksch erklärte die verschiedenen Rebsorten, gab uns viele Informationen über PB Valley und seine Geschichte und naschen durften wir obendrein direkt von der Rebe.

Als nächstes warfen wir einen Blick in das Heiligste, wo die hellen und dunklen Beeren seit 1989 zum edlen Saft verarbeitet werden. Mehrere verschiedene Sorten lagern in riesigen Fässern aus Eichenholz oder rostfreiem Edelstahl

und auch in kleinen Barrique-Fässern. 450.000 Flaschen werden hier aktuell pro Jahr abgefüllt. Sehr überrascht waren wir von der Auskunft, dass auch auf die einheimischen Produkte 60% Zoll erhoben werden!

     

Am Ende des Rundgangs folgte dann – endlich – die Weinprobe. Fünf verschiedene Erzeugnisse wurden gereicht, Weiß- und Rotwein, Sawasdee und Tempranillo.

Zu Recht hat PB Valley schon mehrere Auszeichnungen auf seine Weine erhalten! Die beiden Kellermeister haben ihr Handwerk ja auch in Deutschland und Neuseeland erlernt.

Zum Ende des Tages gab es ein leckeres Thai-Menü, passenderweise inklusive Curry mit Trauben, und „complementary“ Weiß- oder Rotwein. Khun Prayut, der deutsch sprechende Kellermeister, hätte eigentlich unsere Damenrunde betreuen sollen, war jedoch beruflich unterwegs und hatte seinen Flug verpasst. Als Entschädigung gab es zwei weiteren Runden Wein.

Das Restaurant machte ziemlich früh seine Lichter aus, wovon wir uns jedoch überhaupt nicht die Laune verderben ließen. Auf der Terrasse vor den Zimmern saß es sich noch eine ganze Weile sehr gemütlich und spätestens jetzt fragten wir uns: sind wir wirklich noch in Thailand?

  

Am nächsten Morgen nutzten Karin L.-E., Susanne mit Schwägerin Michaela, Anje, Sylvia, Karin P. und ich die frische Luft spontan dazu, die 2,5 km zum Restaurant zu Fuß zurückzulegen. Therese und Marlies wurden samt Gepäck bequem mit dem Minivan gefahren.

Schweren Herzens nahmen wir Abschied von diesem Idyll und machten uns zu unserem letzten Ausflugsziel auf: der Chokchai Farm.

     

Auf einer 2,5-stündigen Tour über diesen überdimensionalen Bauernhof gab es jede Menge Tiere zu bestaunen, beim Kühe melken durfte Hand angelegt werden, und es wurde gezeigt wie die „Umm.. Milk“ hergestellt wird.

Die Eiscreme aus eigener Produktion durfte darüberhinaus sogar getestet werden.

Asiatische Cowboys demonstrierten in einer kleinen Show, wie man einen Bullen mit dem Lasso fängt und im Streichelzoo rissen uns die Rehe das gekaufte Futter aus der Hand und die kleinen Kälbchen tranken gierig die Milchflaschen leer.

        

Dann war schon die Zeit gekommen, in die Großstadt zurückzukehren. Von den zwei herrlichen Tagen werden wir noch eine Weile zehren können.

Weitere Infos:

http://www.granmonte.com/about1.htm

http://www.khaoyaiwinery.com/en/index.html

http://www.farmchokchai.com/en/chokchai_main.asp

 

29.01.2010 / Michaela Ehrmann

 

 

nach oben