German Speaking Women's Group of Thailand

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Talaat Thai

 

  

Mit mehr oder weniger Verspätung trafen sich am 1. Februar 2010 sieben Damen am üblichen Treffpunkt Asok, um dann mit dem Kleinbus, vorbei am alten Flughafen, nach Khlong Luang zu fahren.

         

Hier liegt der Talaat Thai, ein riesiger Frische-Großmarkt, der an sieben Tagen in der Woche 24 Stunden geöffnet hat.

Empfangen wurden wir von unserer Drehscheibe-Freundin Jiraporn, die uns zuerst in die Blumenhalle führte. Wir traten ein in ein Meer von Farben, aber überraschenderweise trafen wir keine hektische Betriebsamkeit an. In aller Ruhe wurden große und kleine Blumengestecke hergestellt, manche Verkäufer hielten ein Schwätzchen oder ein Nickerchen oder dekorierten die rot-goldenen Auslagen mit Chinese New Year Artikeln. Buntes Plastikzubehör hing in Mengen an der Decke und sogar einen blauen Tannenbaum hätten wir kaufen können.

Jiraporn erklärte uns, dass der Betrieb auf diesem Markt erst abends losgeht, wenn Händler sich mit Ware für ihre Markstände eindecken.

Dann ging es per Bus weiter zur Orangenhalle. Eine ganze Halle voll mit nichts weiter als Orangen, die mit einer Maschine sortiert und dann der Größe entsprechend verpackt werden. Sofort bekamen wir Früchte zum probieren, aber die meisten von uns konnten nicht überzeugt werden, gleich einen 10-Kilo Beutel zu kaufen. Kleinere Mengen wurden leider nicht angeboten.

  

Wieder in den Bus, weiter zu den Hallen mit den Weintrauben, Kürbissen und in die Gemüsehalle. Hier wurden endlich auch mal kleinere Mengen verkauft und so konnten wir günstig frisches Gemüse für’s Abendessen einkaufen. Auch in diesen Hallen, wie schon bei den Blumen, alles sehr ruhig und übersichtlich, keine Hektik, kein Gedrängel.

Da es jetzt auf die Mittagszeit zuging, beschlossen Jiraporn und Mawinee, dass es viel zu heiß sei, um weitere Markthallen zu Fuß zu erkunden. Wir Europäerinnen sahen das zwar anders, aber der Rest des Marktes wurde jetzt wie bei einer Sightseeing-Tour aus dem klimatisierten Bus heraus bestaunt. Bananen, Gurken, Melonen, Durians, alles kunstvoll aufgestapelt. Große Mengen Avocados, jede Einzelne zum Schutz in Zeitungspapier eingewickelt. Der Fahrer musste immer mal anhalten, damit wir diese beeindruckenden Mengen fotografieren konnten.  Den Fisch- und Fleischmarkt ersparten wir uns dann aber. Die Gerüche und üblichen Mengen an Fliegen wollten wir uns nicht antun.

So langsam kam der kleine Hunger, doch Jiraporn hatte für uns einen Imbiss in ihrem nahegelegenen Crystal Shop vorbereitet. Inmitten von Kronleuchtern, Gläsern, Geschirr und vielen anderen Glitzersachen erfreute sie uns mit leckeren Thai-Gerichten, süßem Nachtisch, Kaffee und Obst.

Nachdem wir noch ihr großes traditionelles Thaihaus bewundert hatten, an dem viele fleißige Hände mit Ausbau, Reparatur und Renovierung beschäftigt sind, ging es dann nach einem wieder mal erlebnisreichen Tag mit der Drehscheibe  zurück Bangkok.

 

05.02.2010 / Eva Linow-Wauschkun

 

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