German Speaking Women's Group of Thailand

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Lotus Flower Home for Children

 

             

Am 16. Februar 2010 machten sich sechs Drehscheibe-Frauen auf nach Lard Bua Luang, in der Provinz Nonthaburi, um das Lotus Flower Home for Children zu besuchen. Nach 2 Stunden Fahrt, leider war es nicht so einfach zu finden, kamen wir im Shelter an. Die Gründerin von LFF und ein Mitarbeiter begrüßten uns herzlich. Nach einer Erfrischung erzählten sie uns ausführlich über ihr Projekt, das im November 2009 eröffnet wurde. Zurzeit sind 15 Kinder im Alter von 2–12 Jahren hier zu Hause. Die Kinder kommen aus ganz Thailand und werden vom Kinderschutz und/oder vom Sozialamt Thailand geschickt. LFF kennt die Vorgeschichte der Kinder nicht, nicht alle Kinder sind Waisen, aber alle sind Opfer.

Das LFF basiert auf einem 3 Säulen Prinzip:

1.      Waisenhaus für maximal 30 Kinder von 2–12 Jahren

2.      Tageshort für 20–25 Kinder im Alter von 2–5 Jahren

3.      Ausbildungsort zum Pfleger und Austausch mit allen Waisenhäusern in Thailand

Wir waren sehr erstaunt und beeindruckt über die Anlage – alle Häuser sind aus Lehm, Bambus und Stroh gebaut. Uns wurde erklärt, dass das eine alte, thailändische Bauweise aus dem Norden ist. Sie ist kostengünstig und die Häuser sind kühl und sehr „heimelig“. Um die Schlangen abzuhalten führen durch den ganzen Shelter Stege aus Bambus, und auch die Treppen zu den Häusern sind aus Bambus. In der Mitte des Grundstücks steht das Meditationshaus und am Ende eine Dusche in Muschelform aus Lehm. Wirklich sehenswert.

    

Das Spiel– und Lernzimmer ist ganz nach der Montessori Methode – schmecken, fühlen, hören, sehen – gestaltet.

 

Die Prinzipien der Montessori-Pädagogik sind:

-         das Kind in seiner Persönlichkeit achten und es als ganzen, vollwertigen Menschen sehen

-         seinen Willen entwickeln helfen, indem man ihm Raum für freie Entscheidungen gibt; ihm helfen, selbständig zu denken und zu handeln

-         ihm Gelegenheit bieten, dem eigenen Lernbedürfnis zu folgen; denn Kinder wollen nicht nur irgendetwas lernen, sondern zu einer bestimmten Zeit etwas ganz Bestimmtes (sensible Phasen)

-         ihm helfen, Schwierigkeiten zu überwinden statt ihnen auszuweichen

 

          

 

Nach der Führung gab es ein leckeres Mittagessen (mit Gemüse aus dem eigenen Garten) und für die Kinder, nach der Dusche, einen Mittagsschlaf. Kennen gelernt haben wir die Kleinen Bewohner, die älteren Kinder waren in der 3 km weit entfernten Schule.

 

Für uns wurde es Zeit zurück nach Bangkok zu fahren mit dem Gefühl etwas ganz Spezielles erlebt zu haben. Ich freue mich auf jeden weiteren Besuch, um die Fortschritte zu erleben.

 

Ein sehr eindrücklicher Besuch geht zu Ende.

 

März 2010 / Karin Plaz

 

 

 

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