German Speaking Women's Group of Thailand

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Khao Yai Winery

 

Weinanbau in Thailand? Viele Expats rümpfen entsetzt die Nase oder ziehen fragend die Augenbraue nach oben, ist man doch verwöhnt vom edlen deutschen Traubensaft oder einem guten italienischen Tropfen. Aber dennoch auch neugierig...

Neugierig waren auf jeden Fall die acht Damen, die sich am 08. Februar auf die Spuren des Weins in Thailand begaben.

Nur knapp zwei Stunden Fahrzeit von Bangkok entfernt findet „frau“ sich in einer völlig anderen Welt wieder: frische Luft, Natur pur, Berge – und eben Weinberge. Der Khao Yai ist ja schon wegen seines Nationalparks berühmt, auch das Klima hat zahlreiche Fans (wie man an der regen Bautätigkeit und den tollen Wohngebieten deutlich erkennen kann), aber dass hier auch verschiedene Weine hergestellt werden war einigen neu.

   

Erste Station war die GranMonte Winery, wo es auf der Terrasse am Lotusteich eine „Kleinigkeit“ zum Mittag gab. Nun ja, nicht alle acht Mitreisenden waren auf Diät. Wir mussten uns ganz schön aufraffen, diese Ruheoase zu verlassen und hätten am Liebsten ein Mittagschläfchen gemacht. Aber der wunderschöne Garten lud regelrecht zum „Lustwandeln“ ein. Allerlei Pflanzen gab es dort zu bestaunen, liebevoll gepflegt und beschriftet und die Kameras liefen jetzt schon heiß.

        

Weiter ging es zur zweiten Station: der PB Valley Winery. Alle Müdigkeit war verflogen, als uns Herr Gaksch mit der Nachricht begrüßte, dass die Lese heute begonnen hat und wir nicht nur Gelegenheit hätten, dieses Ereignis persönlich zu beobachten. Nein, aus Mangel an Personal müsste die Drehscheibe auch noch Hand anlegen. In den Weinbergen angekommen war auch reges Treiben zwischen den Rebstöcken zu beobachten und – oh Schreck, es war kein Scherz – man drückte uns erst mal das professionelle Werkzeug in die Hände. Doch schon schnell stellten wir fest, dass die Traubenlese gar nicht so einfach ist, wie es den Anschein hatte und die Körbe füllten sich nur langsam mit den Chenin Blanc Gewächsen (so manche Traube wanderte allerdings auch gleich in den Mund).

               

Zum Glück war schon Feierabend angesagt und wir setzten unsere Tour durch das Weingut fort. Herr Gaksch berichtete uns über die Geschichte des Gutes, über die Anfänge, die Weinsorten. Dann ging es in die heiligen Hallen, wo viele Holzfässer oder stainless steel Gefäße lagern, wo die Abfüllanlage betrieben wird, die Flachen verschlossen und etikettiert werden.

       

   

Die wenigsten von uns wissen z.B., dass auch auf einheimische Erzeugnisse für den lokalen Markt 60% Steuern erhoben werden.

Endlich kamen wir zum Kern der Tour: der Weinprobe. Ein weißer Chenin Blanc ließ Barbaras Herz höher schlagen, Carola gab sich mit einem – viel zu süßen – Traubensaft zufrieden, Barbara Nr. 2 liebäugelte eher mit dem Rosé und Carmen und ich waren uns beim Roten uneins: Shiraz oder Tempranillo?

      

Die Entscheidung, welche Sorte wir für unser „complementary glass“ zum Dinner wählen, war am Ende einfach. PB Valley offeriert in seinem Package außerdem eine Flasche Wein pro Zimmer und wir durften auch hier die bevorzugte Sorte auswählen.

Zum Abendessen gab es ein leckeres Thai-Menü auf der Terrasse des „Great Hornbill Grills“, fast keine Dame ging mit leeren Händen aus dem Souvenir- und Weinshop wieder raus und mit genügend Proviant bezogen wir denn am frühen Abend unsere Zimmer. Idyllisch am Berg mit Blick über das Weingut liegen die Unterkünfte des PB Valley. Auf uns warteten zwei schnuckelige 4-er Zimmer mit Aussichtsterrasse. Dort machten wir es uns dann auch noch eine ganze Weile gemütlich, mit dem „complementary“ Wein, Nüssen, Gummibärchen und unerschöpflichen, lustigen Gesprächsthemen.

   

Um 7 Uhr am nächsten Morgen war die Nacht zu Ende. Wir nutzten die herrlich angenehmen Temperaturen, um die 2,5 km zum Restaurant zu laufen. Manche Dame brauchte etwas länger, weil sie vor lauter Entzücken mit dem Fotografieren nicht aufhören wollte.

   

Nach dem Frühstück hieß es schweren Herzens Abschied nehmen und wir starteten zur dritten und letzten Station, der Chokchai Farm.

Gut zwei Stunden wird man per „Traktor“ über den überdimensionalen Bauernhof gefahren, auf dem Mr. Chokchai sich seinen Kindheitstraum vom Cowboy-sein erfüllte. Die Kühe standen in Reih und Glied und ziemlich blank geputzt im Stall, Eiscreme aus eigener Produktion wird zum probieren verteilt, man erfährt, wie die „Umm...Milk“ hergestellt wird und kann bei der Cowboy-Show verfolgen, wie der wilde Westen in Thailand Kühe fängt und mit dem Lasso hantiert. Darüber hinaus gibt es einen hinreißenden Streichelzoo, wo wir es uns nicht nehmen ließen, die ein oder andere Ration an Rehe zu verfüttern und die gierigen Kälbchen die Milchflaschen leeren zu lassen.

               

Im Burgerhaus wurde anschließend eine Runde Chokchai-Burger und Pommes verzehrt, bevor es schon wieder an der Zeit war die Rückreise anzutreten.

   

Schön war’s Mädels!

09.02.2011 Michaela Ehrmann

 

Weitere Infos:

http://www.granmonte.com/about1.htm

http://www.khaoyaiwinery.com/en/index.html

http://www.farmchokchai.com/en/index.html

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