German Speaking Women's Group of Thailand

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Spaziergang am Klong

 

19 unternehmungslustige Damen und ein ebensolcher Herr trafen sich am 21.02.2012 an der Ramkhamhaeng Rd., um sich auf die schmalen Wege entlang des Klongs zu wagen. Einer Dame war es dann doch zu schmal, und sie trat den –glücklicherweise kurzen- Heimweg an. Das war sicher eine gute Entscheidung, denn unterwegs wurde es an einer Stelle noch schmaler! Aber dank vieler helfender Hände meisterten alle diese Herausforderung! Auch von gelegentlich entgegenkommenden Mopeds und Fußgängern ließen wir uns nicht aus der Ruhe bringen.

   

            

Es ging vorbei an Blechhütten, Holzhütten, Traumhäusern, freilaufenden Hühnern, vielen anderen Tieren und viel viel Müll. Es ist wirklich sehr schade, dass die Bewohner sich so wenig um ihr Lebensumfeld kümmern. Dabei kommt regelmäßig das Müllabfuhrboot vorbei und leert die Mülltonnen aus, die vereinzelt vor den Häusern stehen.

          

In diesem Jahr fielen uns grüne Fahnen auf. Wahrscheinlich als Folge des Hochwassers im vergangenen Oktober / November kennzeichnen sie Häuser, in denen hilfsbedürftige Menschen leben, die sich nicht alleine in Sicherheit bringen können.

 

Sehr deutlich waren noch die Schäden zu erkennen, die das Hochwasser hier am Klong Saen Saeb angerichtet hat. Ehemals hübsch angelegte Vorgärten waren entweder noch total verwüstet oder bereits liebevoll neu angepflanzt worden. Vom Wasser zerstörte Einrichtungsgegenstände lagen herum. An mancher Mauer konnte man noch an einem dunklen Streifen erkennen, wie hoch hier das Wasser gestanden hat. Einige Häuser waren schon wieder komplett neu aufgebaut, an anderen wurde noch gebaut und renoviert, viele Häuser sind aber auch einfach völlig zerstört zurückgelassen worden.

      

Auf dem Markt in Minburi angekommen, schwelgten wir erst einmal in dem Riesenagebot an frischem Obst und Gemüse. Unbekannte Früchte wurden probiert und gekauft und auch manche Zutat für's Abendbrot wurde noch schnell eingekauft. Die lebenden Fische, Wasserschlangen und Frösche fanden allerdings keinen so begeisterten Zuspruch. Wir durften leckere Crèpes probieren, in die neongrüne und quietschrosa Zuckerfäden eingewickelt wurden. Karin nahm dann auch eine große Ladung an Zutaten mit und verwöhnte uns später nach dem Essen im Restaurant  mit dem selbstgewickelten Nachtisch.

    

Zum Essen in das Restaurant Chiang Mai Station wollten wir eigentlich mit Taxis fahren. Da wir aber noch viel Zeit hatten, entschlossen wir uns nach einer kurzen Diskussion, das Abenteuer zu wagen und den öffentlichen Bus zu nehmen. Steffi wusste die richtige Busnummer und Constanze konnte sich vom Ausflug im vergangenen Jahr noch ungefähr erinnern, wo die Bushaltestelle war. Auf dem Weg dorthin entdeckten wir, wie viel größer der Markt noch ist! Also wurde weiter fleißig gekauft. Den Bus erreichten trotzdem alle.

 

Auf unsere Frage, an welcher Station wir denn am günstigsten aussteigen sollten, entstand eine rege Diskussion zwischen dem Fahrer, der Busbegleiterin und den anderen Fahrgästen. Man stellte fest, dass wir ja auf die andere Straßenseite müssten (das wussten allerdings wir schon vorher) und diskutierte weiter. Plötzlich hielt der Bus an, die Busbegleiterin scheuchte uns freundlich hinaus und wir standen direkt vor der Fußgängerbrücke, die uns über die Ramkhamhaeng zum Restaurant brachte. Von einer Bushaltestelle war weit und breit nichts zu sehen…

Nach einem leckeren Mittagessen in diesem idyllisch am Klong gelegenen Restaurant waren wir uns einig, dass wir wieder mal einen schönen Drehscheibe-Vormittag miteinander verbracht haben.

23.02.2012 / ELW

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