German Speaking Women's Group of Thailand

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Das BKA in Bangkok -  Michael Reiling berichtet für die Drehscheibe

 

Am 8. Mai 2012 haben sich viele Damen der Drehscheibe in dem netten Schweizer Restaurant Chesa zusammengefunden, um noch einmal Michael Reiling ( den Verbindungsbeamten des BKA in Bangkok) über seine Arbeit referieren zu hören.

 

Aktuell arbeiten 66 Verbindungsbeamte an 53 Standorten und in 50 Staaten.

Die Bundesregierung startete 1983 ein Aktionsprogramm um den Handel mit Drogen und Rauschmitteln schon im Herkunftsland abzuwehren. Dies wird auch als sogenannte Vorverlagerungsstrategie bezeichnet. Man versuchte den Drogenhandel, der vom „ Goldenen Dreieck“ ausging schon vor Ort zu bekämpfen. Aus diesem Grund wurden nachThailand  zwei Verbindungsbeamte des BKA versetzt, übrigens die ersten, die vom Bundeskriminalamt ins Ausland versetzt wurden. Sie sind außer für Thailand noch für Kambodscha, Vietnam, Laos, Malaysia und Singapur zuständig.

Inzwischen haben sich die Verbindungsbeamte des BKA weltweit etabliert und das Aufgabengebiet ist auch bedingt durch die Anschläge am 11. September 2001 in den USA vielfältiger geworden.

Es handelt sich um:

  • Tötungsdelikte

  • Rauschgifthandel

  • Kindesentzug

  • sexueller Missbrauch von Kindern und Kinderpornografie

  • Cybercrime

  • Fahndungen

  • Dokumentenfälschungen

  • Produktfälschungen

  • Entführungen, Geiselnahmen und Erpressungen

Das BKA wird tätig, wenn die Staatsanwaltschaft oder der Bundesminister des Inneren dies anordnet.

Der Verbindungsbeamte hat im Ausland einen präventiven, aber auch einen repressiven Auftrag (strafverfolgend). Er ist ermittlungsinitiierend, als auch ermittlungsunterstützend tätig. Seine Aufgabe ist es auch die Kriminalitätslage im Empfangsstaat und in der Region zu beobachten und Maßnahmen zur Kriminalitätsbekämpfung zu entwickeln. Insbesondere der organisierten Kriminalität. Das Recht des Empfangsstaates muss von ihm beachtet werden, der Verbindungsbeamte wird allerdings nicht hoheitlich tätig. So darf er, wenn im Ausland auf einem Delikt die Todesstrafe steht, keine Informationen an die Behörden vor Ort weitergeben, da ansonsten das Leben der jeweiligen Straftäter gefährdet wäre.

 

 

Wir danken Michael Reiling nochmals ganz herzlich, dass er uns einen Einblick in seine faszinierende und spannende Arbeit gegeben hat.

 

05/2012 BGB

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