German Speaking Women's Group of Thailand

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Besuch bei BDF (Th)

 

 

Nachdem der geplante Besuch im Oktober 2011 buchstäblich wegen der Flutsituation "ins Wasser fiel", war die Drehscheibe mit vielen interessierten Damen und einem Herren am 29. Mai 2012 bereits zum vierten Mal bei der Firma Beiersdorf zu Gast.

Begrüßt wurden wir von Herrn Bernd Friedrich, Manager Product Launch/Re-launch Department in einem seit unserem letzten Besuch neu erbauten Gebäude. Durch seinen kurzweiligen Vortrag  erfuhren wir viele Details über die Firma Beiersdorf bzw. Beiersdorf Thailand.

Die Firma Beiersdorf AG (BDF AG) wurde 1880 gegründet und vertreibt viele bekannte und weniger bekannte Produkte wie z.B. Eucerin (seit 1900), Labello (1909), NIVEA (1911), Hansaplast (1922), 8x4 (1951), Atrix (1955), Juvena (1990), la prairie (1991) und FUTURO (1996) sowie Florena (2002), eine Produktübernahme aus der ehemaligen DDR.

Seit 1926 werden Beiersdorf Produkte in Thailand verkauft, seit 1972 gibt es die BDF TH, die außerdem Indochina (Burma, Laos, Cambodia, Vietnam) sowie West Asia (Malediven etc.) betreut. Seit 1987 gibt es eine eigene Produktion in Thailand, die inzwischen nach Hamburg die zweitgrößte weltweit ist und fast 50 Länder beliefert. Da in Thailand Handarbeit erschwinglich ist, können auch Kleinstmengen hergestellt werden, für die sich das Anfahren großer Maschinen nicht lohnt.

NIVEA in der blauen runden Dose ist sicher das Produkt mit dem höchsten Wiedererkennungswert, und das Grundrezept dieser Wasser-in-Öl-Emulsion ist seit 1911 unverändert. Der Name leitet sich ab vom lateinischen niveus und bedeutet schneeweiss. Vorher wurde zur Hautpflege Vaseline verwendet, und die ist eher gelblich.

Wir bekamen eine der ersten Radiowerbungen vorgespielt, und obwohl uns die Stimme des Sprechers irgendwie bekannt vorkam, kamen wir nicht auf seinen Namen. Es war der spätere erste Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland, Theodor Heuss. Kein Wunder, war doch seine Ehefrau Elly Heuss-Knapp von 1934 bis 1945 NIVEA Marketingleiterin.

Nach einer kurzen Erfrischungspause ging es dann in die Produktion. Vorher mussten wir uns aber "verkleiden": wir zogen Kittel an, setzten Häubchen auf und bekamen Schutzmasken. In einer Schleuse mussten wir noch Schutzhüllen über unsere Schuhe ziehen und gründlich die Hände waschen und desinfizieren. Fotos waren ab da natürlich nicht mehr erlaubt.

Zutaten werden nach genauen - natürlich geheimen Rezepten - abgemesse und auf Paletten zusammengestellt, per Lift geht es dann zu den Mischbehältern eine Etage höher. Wasser und Zutaten werden vermischt und durch lange Rohrleitungen zu den Abfüllanlagen transportiert. Dort werden von anderen Maschinen oder Mitarbeiterinnen von Hand die entsprechenden Behälter bereitgestellt, befüllt und verschlossen. Je nach Empfängerland unterscheiden sie sich natürlich in Grösse und Aufdruck. Alles ist mit einem gleichmässigen Geräuschpegel unterlegt, wirkt aber trotzdem ruhig und entspannt. Unsere Fragen wurden geduldig von Herrn Friedrich beantwortet und von den Produktionsmitarbeiterinnen bekamen wir für unsere neugierigen Blicke immer ein freundliches Lächeln.

Weiter ging es zur Versiegelung und Verpackung, dann noch Etiketten drauf und ins Lager.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen in der neuen Kantine ging wieder mal ein ausgesprochen schöner, informativer und mit vielen neuen Eindrücken versehener Drehscheibe Ausflug zu Ende.

    

Vielen Dank nochmals an die Belegschaft von Firma Beiersdorf für ihre Gastfreundschaft!

 

 

 

06/2012/ ELW

 

 

 

 

 

 

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