German Speaking Women's Group of Thailand

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Agro Tour

 

05. Maerz 2013, 9:30 Uhr. Mit dem Mini-Bus bequem und sicher nach Salaya, ein Stueck ausserhalb Bangkoks im Nordwesten. Wer mag sie nicht, die erwartungsfrohen Fahrten mit dem Coffee To Go in der Hand, dem netten Geplaenkel untereinander und Elas obligatorischem Fruehstuecksbrot ? Natuerlich im Sonnenschein, nach dem Regen der letzten Tage ! Wenn Engel reisen ..., baetsch !

Ein gelungener Auftakt also zu einer 5-Etappen-Landpartie, die uns zunaechst zu einer Orchideenzucht fuehrt: erste Ooh und Aah-Rufe, Einstimmung der Stimmbaender. Soooo viiiiele Orchideen ! Und beim Einatmen ploetzlich das Erlebnis sauerstoffreicher Landluft.

     

Die naechste Etappe: Ein zauberhafter Lotusblumenteich mit exakt einer Million und zweiundsiebzig stolzen Blumen, die friedlich im Wasser zu schweben scheinen. Eine stille Oase inmitten einer urwuechsig tropischen Landschaft, fernab der Kakophonie Bangkoks. Die vielen Oohs und Aahs nun mit deutlich mehr Lungenvolumen. Wer Lust hat, kann den Blumen ganz nahe kommen, per Boot, aber mit Vorsicht, beim Paddeln bitte nicht die kostbaren Blueten koepfen. Viele Fotos werden gemacht, mit und ohne, Lotusblueten natuerlich, und hier entsteht auch das rituelle Drehscheibe-Gruppenfoto mit Hilfe einer von Brigitt quasi ferngesteuerten Thai-Fee, die wohl von Lotusblumenzuechterin auf Fotographin umschulen wird. Viel Gelaechter, viel Spass. Gute Stimmung. Aber es kommt noch besser, sehr viel besser !

        

Dritte Etappe: Eine Obstplantage in the Middle of Nowhere, wo uns Mangos und Bananachips, kandierte Fruechte und Nuesse, Papayas herzlich willkommen heissen. Einkaeufe werden getaetigt. Tuetenweise. Es folgt eine auf der Stelle legendaer gewordene, ausserordentlich rasante Fahrt auf einem recht eigenwilligen, ja, sagen wir der Einfachheit halber Traktor. Wer Speed I oder Speed II gesehen hat, kann sich eine ungefaehre Vorstellung von diesem leider nur wenige Minuten waehrenden Spektakel machen. Gaudi pur und die ultimative Herausforderung an die Stimmbaender ! Nur die Mutigsten starten zu einer zweiten Runde. Leider geraet die Betrachtung der landwirtschaflichen Sehenswuerdigkeiten bei der hohen Geschwindigkeit etwas undeutlich: „Hey, da war ein Limonenbauemchen, haste gesehn ?“ „Nee, wo ?“ Aber die ausgedehnten Reisfelder am Ende der Plantage, dort, wo der Fahrer beherzt vom Motorschlepper springt, um die 180˚-Kurve zu nehmen, die hat wirklich keine uebersehen koennen.

   

Doch auch dicke Wermutstropfen: Ueberall, wo wir Station machen, begegnen uns sprichwoertliche Anzeichen des desastroesen Hochwassers von 2011. Als mannshohe Markierungen an Waenden, als Fotomontagen, als verhaltene Klagen der Landwirte. Es wird beispielsweise noch weitere vier Jahre dauern, bis auf der Plantage wieder Mangos und Pomelos wachsen werden ! In der Zwischenzeit muss man sich mit den schnellwachsenden Papayas und Bananen begnuegen.

   

Bislang unerwaehnt: Die kurzweiligen Fahrten in schmalen Booten auf den Klongs zwischen den Stationen. Bitte nur jeweils vier Personen, bitte genau in der Mitte Platz nehmen und bitte, bitte nicht herumzappeln. Das mehr oder minder elegante Ein- und Aussteigen bzw. das Hinein- und Herauskrabbeln wird gemeinerweise ohne jede Gnade fuer die Nachwelt per Kamera festgehalten. Wechselnde Frauschaften, die freundlich miteinander rivalisieren. Und sich natuerlich auch gegenseitig behilflich sind.

      

           

Etappe Nummer vier: Lunch im pittoresken Pansom-Resort. Charmante Bungalows am Ufer eines idyllischen Lotusblumenteiches. Und eine gedeckte Tafel fuer sechzehn hungrige Drehscheiblerinnen. Verschiedene Thai-Gerichte, zwischen ein wenig bis ein wenig mehr bis gar nicht scharf, aber alle ohne Aushahme ausgesprochen lecker. Schweigende Gefraessigkeit in reizvoller Umgebung. Pause fuer die strapazierten Stimmbaender. Zumal die ultramodernen Lautsprecherboxen hingebungsvoll Evergreens dudeln, z.B. Engelbert Humperdincks Last Waltz. Als kroenender Abschluss Café Latte, richtiger Café Latte, sozusagen Café und Latte in einer Tasse. Zur gleichen Zeit. In Harmonie miteinander vereint.

 

Aber was waere der tollste Ausflug aufs Land ohne ausgiebiges Shoppen ? Letzte Station: Ein Orchideenmarkt – welche Formen- und Farbenpracht ! Aaaah, Ooooh ! Die Stimmbaender schwingen gut trainiert. Wir duerfen sehr gerne wiederkommen, denn wir sind leistungsstarke Kundschaft. Und hoffen, dass die Orchideen wachsen und gedeihen moegen auf den heimatlichen Balkonen, in den Badezimmern und Gaerten.

Auf der gemaechlichen Rueckfahrt Zeit fuer ein Power-Nap oder den detaillierten Austausch von gemeinsam Erlebten; Psychologen nennen das wohl Verarbeitung.

17:30 Uhr alle wohlbehalten und gutgelaunt zurueck an der BTS Asok.

Naechstes Jahr wieder ? Naechstes Jahr wieder ! Bitte !

Vielen herzlichen Danke, Mawinee !

  

03-2013/Manuela Reichelt

  

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