German Speaking Women's Group of Thailand

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Moo Baan Dek

Foundation for Children 

 

„Dream“ fährt mit einem bunten Fahrrad durch den Wald. Nach ein paar Runden wechselt sie sich mit einem anderen Mädchen ab, denn es gehört nicht ihr alleine. Dream ist eins von 155 Kindern, die derzeit im Moo Baan Dek Nahe Kanchanaburi wohnen.

      

Moo Baan Dek, oder Children Village School, wurde 1979 gegründet. Das ca. 323.760 m² große Areal mitten im Wald wurde gespendet, ebenso der Grundstock für die ersten Gebäude. Das Projekt ist eng verbunden mit der „Foundation for Children“, die wir im letzten Jahr mit einer Spende erfreuen konnten. 2010 haben wir uns dazu entschlossen, unter anderem hier am Kwae Yai River die Summe von THB 50.000,- zu übergeben.

Von Klasse 1 bis 6 wird Unterricht angeboten. Allerdings wird auf die Kinder kein Druck ausgeübt, sondern das Ziel ist, das Lernen schmackhaft zu machen. Ein freiwilliger Schüler geht aus Eigen-Motivation zur Schule und hat Spaß an der Ausbildung. Dies ist nur ein Teil der Philosophie, die von „Neill Sommerhill“ übernommen wurde. Kinder sollen ihren Freiraum haben, die Rechte der anderen dürfen dennoch nicht verletzt werden. Freie Erziehung – aber nicht: frei von Erziehung.

Der Großteil der Sprösslinge sind Vollwaisen, ein Teil Obdachlose, manche wurden aber auch verlassen, missbraucht oder kommen aus zerrütteten Verhältnissen. Hier, mitten im Wald, sollen sie an- und zur Ruhe kommen.

      

Bei unserem Rundgang über das Gelände können wir uns gut vorstellen, dass diese Rechnung aufgeht. Wohin wir sehen – nur Natur. Natürlich auch einzelne Gebäude (aus Holz!) mit Unterkünften (wo gerade einen handfeste Kissenschlacht unterbrochen wird), Räume für den Unterricht und mehrere Bereiche, in denen Workshops angeboten werden, je nach Talent und Fähigkeit. So gibt es einen „wood carving room“, ein Zimmer mit Webstühlen, eine Batik-Abteilung und einen Ort zum Musizieren. Darüber hinaus konnte sogar ein Computer-Raum eingerichtet werden (auch wenn die Modelle eher steinzeitlich anmuten). Hier treffen wir die kleine „Rosine“, die hingebungsvoll an einer Volunteer aus England klebt.

   

         

Auf dem weitläufigen Areal wird auch vieles selbst angebaut – konform mit dem Schulprinzip ohne chemische Mittel oder Maschinen. Paradiesisch wirkt die Lage auf uns: direkt am Fluss, der zum Schwimmen, Springen und Austoben einlädt.

 

Die Glocke läutet. Das Signal für das Mittagessen. Wir eilen zurück zur riesigen Küche, vor der die hungrigen Mäuler bewaffnet mit Teller und Besteck schon Schlange stehen. Dies ist noch ein Geschenk von den Drehscheibe-Damen, weshalb Karin, Eva, Mawinee und Susanne die Portionen auch selbst verteilen – was für eine Gaudi für die Kleinen, von Farangs bedient zu werden.

       

   

  

Wir verlassen das Kinderheim nicht, ohne im gift shop vorbeizuschauen und auch kräftig einzukaufen. Leckere Kekse wandern in die Taschen. Aber auch Schals, Girlanden und Portemonnaies – von den Schülern selbst hergestellt – finden dankbare Abnehmer.  

Dann wird es Zeit, die 3-stündige Heimfahrt anzutreten. In Kanchanaburi, in Reichweite der berühmten „River Kwai Bridge“ kehren wir ein, um selbst noch zu essen, aber auch, um das Erlebte Revue passieren zu lassen. Wieder einmal ein prägendes Erlebnis und die Gewissheit, dass unsere Spende dort gut ankommt. 

   

Mehr Infos unter: http://www.ffc.or.th/mbd/eng2008/ 

25.08.2010 / Michaela Ehrmann

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