German Speaking Women's Group of Thailand

     Home                                                                                          

    
 
 

Helfende Hände gesucht…

…lautete der Betreff der E-Mail, die mich vor gut einem Monat erreichte. Helfen, wenn sozial benachteiligte Kinder, Waisenkinder und behinderte Kinder kostenlos den jährlichen Gesundheitscheck erhalten.

Hinter dem Aufruf steht ISGF, International Support Group Foundation und die Drehscheibe-Freundin Marion Carsten-Rumpler, die sich seit zwei Jahren dort engagiert. Der Drehscheibe ist diese Organisation nicht unbekannt, denn über viele Jahre haben wir hier mit unseren Spendengeldern einigen Patenkindern den Schulbesuch ermöglicht.

Für den 24. Februar fanden sich denn auch 8 solcher hilfswilligen Drehscheibe-Hände. Karin, Ulrike, Wiebke und ich trafen uns am Vormittag mit Marion in der Sukhumvit. Schnell wurde die Zahl der Helferinnen mehr, französische, italienische und thailändische Damen (die übrigens toll Deutsch sprachen) kamen hinzu, alle rein in einen Minivan und einen Privatwagen und ab ging es nach Pak Kred.

    

Dort in der Dental Clinic warteten noch mehr hilfsbereite Damen und auch schon die Zahnärztin, die alle Assistenten in Teams aufteilte, den Ablauf der Aktion und unsere Aufgaben erklärte. Alles war super durch organisiert.

Ein leckeres Thai-Mittagessen wurde noch zur Stärkung gereicht und dann ging es ans Eingemachte. Mehrere Ärzte kamen, die ehrenamtlich alle Patienten anschauen sollten, die Arbeitsplätze dafür waren in einer Art Sala vorbereitet.

Ulrike und ich sollten im ersten Team für die wartenden Kinder zuständig sein, Wiebke und Karin waren als Team 3 schon direkt in der Krankenstation und sorgten dort dafür, dass kein Leerlauf bei den Ärzten entstand.

Die ersten Patienten mussten wir mit dem Bus selbst abholen, in einem Kinderheim um die Ecke. Das waren einmal Säuglinge und Kleinkinder die noch nicht alleine mit dem Bus fahren konnten, aber auch schwerbehinderte kleinere Mädchen und Jungen, die Begleitung brauchten.

Ab da ging es Schlag auf Schlag, die ersten Busse von den verschiedenen staatlichen Heimen trafen ein und entluden Duzende von Patienten. Der erste Schwung kleiner Racker war gar nicht so einfach im Zaum zu halten, kaum hatte man zehn Krankenakten zugeordnet, sprangen die ungeduldigen kids schon wieder durcheinander.

         

Zwei Stunden ging dieser Gesundheitscheck „nur“ – über 600 Kinder haben wir in der Zeit getragen, geführt, im Rollstuhl geschoben, beim Arzt auf dem Schoß gehabt, beruhigt, getröstet, mit ihnen gelacht und erzählt, Hand gehalten, Kussmünder zugeworfen. Es war unglaublich.

Trotz dieses Aufkommens, trotz der Akkord-Arbeit der Ärzte, trotz der immensen Organisation – es herrschte eine entspannte, freundliche Stimmung zwischen Krankenschwestern, Ärzten, Helferinnen und Patienten.

Nach erfolgter Untersuchung bekam dann jedes Kind ein Eis – die Idee der amerikanischen Frauen-Organisation!

Ich persönlich kann nur sagen, dass dies ein sehr beeindruckender Tag und ein nachhaltiges Erlebnis war und ich bin glücklich, dass ich ein Teil des Ganzen sein konnte.

Marion und allen anderen von ISGF und dem Team in Pak Kred wünsche ich alles Gute, viel Erfolg und weiterhin diese Energie und Stärke!

 

Mehr Infos zu ISGF:

http://www.isgfthailand.org/isgf_sub_who.htm

 

      

 

Übrigens – das Eis: Eine Dame des “American Women’s Club of Thailand” hat seit kurzem einen Kontakt zu einer Gehörlosenorganisation. Dort wird das Eis hergestellt und für Events ab 200 Portionen verkauft.

Sollte jemand für einen Kindergeburtstag, eine Party oder sonstige Veranstaltung Bedarf haben, stelle ich gerne den Kontakt her! Das war eine ganz tolle Sache.

 

24.02.2010 / Michaela Ehrmann

 

nach oben